
(Bild: Norbert Fellechner)
Die Landtagsabgeordnete Katharina Feike begrüßt, dass der SPD-Landesparteitag den Antrag der Anklamer Sozialdemokraten angenommen hat. Dieser spricht sich gegen den Ausbau der Schweinemastanlage in Medow aus und wurde mit großer Mehrheit angenommen.
„Es freut mich, dass die Landes-SPD sich mit großer Mehrheit gegen die geplante Erweiterung der der Mastanlage ausspricht. Wir wollen, dass als Alternative die bodengebundene, bäuerliche Tierhaltung gefördert wird.“, so Feike am Rande des Parteitages. „Eine Verneunfachung des Tierbestandes auf engstem Raum ist aus Sicht des Landesparteitages keine zukunftsträchtige Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.“, so Katharina Feike abschließend.
Hintergrund:
Initiativantrag des SPD-OV Anklam
Der SPD-Landesparteitag möge beschließen:
Der SPD-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern spricht sich gegen die geplante Erweiterung der Schweinmastanlage in Medow, Landkreis Vorpommern-Greifswald, aus.
Begründung:
In der Gemeinde Medow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wurde 2006 eine Mastanlage mit einer Kapazität für 1102 Sauen, zwei Eber und 426 ferkelführende Sauen in Betrieb genommen.
Die bestehende Anlage soll nun bis zum März 2013 mit einem zusätzlichen Kompaktstallgebäude mit 13.312 Mastschweineplätzen erweitert werden.
Schon 2006 stieß das Vorhaben des niederländischen Investors auf Bürgerproteste. Nun soll der landwirtschaftliche Betrieb durch eine massive Erhöhung des Tierbestandes erweitert werden. Dadurch würde der Tierbestand in der Gemeinde nahe Anklam verneunfacht. Damit verneunfacht sich nicht nur der Tierbestand, sondern auch die Gülle vor Ort für die dort lebenden Menschen.
In diesem Fall sagt der SPD-Ortsverein Anklam, dass die geplante Erweiterung der Schweinemastanlage nicht der bodengebundene, bäuerliche Tierhaltung entspricht. Außerdem bestehen erhebliche tierschutzrechtliche Bedenken, da der Investor schon mehrfach gegen behördliche Auflagen verstoßen hat.